Neustadt an der Orla

Sonderausstellung im Museum für Stadtgeschichte

"Wissenswertes aus Stadt & Land. 200 Jahre Neustädter Kreisbote. Presse und Öffentlichkeit im Zeitalter der Industrialisierung."

Im Jubiläumsjahr des Neustädter Kreisboten 2018 feiert das Wochenblatt seinen 200. Geburtstag. Die Stadt Neustadt an der Orla widmet dem Boten eine Sonderausstellung und bietet mit zahlreichen biographischen, mediengeschichtlichen und industriegeschichtlichen Aspekten einen spannenden Zugang zum Aufbruch in das industrialisierte Medienzeitalter. Die vier chronologischen Kapitel der Ausstellungen werden thematisch mit Exkursen und außerordentlichen Exponaten unterfüttert und spiegeln die wechselvolle Geschichte des Neustädter Kreisboten, auch im globalen Kontext.

Dabei steht die Entwicklung einer Wochenschrift für alle Stände hin zu einer prosperierenden Tageszeitung im Fokus – der „Neustädter Kreisbote“. So werden Fragen nach den technischen Entwicklungen ebenso in den Blick genommen, wie die Wirkung auf die Gesellschaft, die in einem Spannungsverhältnis von Zensur und Pressefreiheit sowie politischer Parteinahme stand. Zu sehen sind bisher nie gezeigte Dokumente der Geschichte des Periodikums, der Gesamtbestand aus 200 Jahren lokaler Pressegeschichte sowie zahlreiche Exponate zum Druckereiwesen einer Zeitung. Ergänzt wird die Schau ab Juni 2018 um ein Update „Wiederspiegelung von Industrialisierung und Industriekultur. Wirtschaftswerbung im Neustädter Kreisbote“.

Die Sonderausstellung ist vom 23. März bis zum 09. September 2018 im Säulensaal des Museums für Stadtgeschichte zu sehen.

Begleitprogramm zur Sonderausstellung

Wissenswertes zur Buchung:

  • Gruppenbesuche auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich
  • Gruppengröße max. 20 Personen
  • LehrerInnen und Begleitpersonen im Rahmen des Unterrichts haben freien Eintritt
  • Leitfaden für den Besuch von Schulklassen vorhanden

Lebendige Industriegeschichte schwarz auf weiß - Die Historische Schaudruckerei

Mit dem Jenaer Buchdrucker Johann Phillip Gollner beginnt wohl die Geschichte des Druckereihandwerks in Neustadt an der Orla im Jahr 1709, als er hier das landesherrliche Privileg zum Buchdruck erhielt. Einer seiner bedeutendsten Nachfolger war der Drucker Johann Carl Gottfried Wagner, der ab 1800 mit seiner Druckerei einen beispiellosen Aufstieg vollbrachte. Er wirkte zugleich als Verleger und Herausgeber und lies durch seine Hände Kalender, pädagogische und kirchliche Schriften gehen und legte damit einen bedeutenden Markstein zur Volksaufklärung im frühen 19. Jahrhundert. Sein wohl größtes Verdienst ist die Herausgabe mehrerer Zeitungen und gemeinnütziger Blätter, so begründete er die mittlerweile 200jähre Tradition des „Neustädter Kreisbote“. Der Kontakt zu Johann Wolfgang von Goethe brachte ihm den Titel "Großherzoglich-Sächsischer Kommissionsrat" ein. So zeigt die historische Schaudruckerei im Museum für Stadtgeschichte eine atemberaubende Vielfalt an Exponaten zum Druckerhandwerk von der Mitte des 19. Jahrhundert bis zum Mitte des 20. Jahrhunderts. Neben einer kompletten Schriftsetzerei mit wunderbaren Lettern und einer der größten Thüringer Schriftensammlungen sind originale Druckpressen ab 1870 zu sehen. Eine Buchbinderei rundet die Sammlung ab. Das Beste daran, die Ausstellungsstücke sind zugleich die Grundlage für die noch heute lebendige Schaudruckerei. Schauen Sie Schriftsetzern, Druckern, Chemigraphen und Buchbindern bei ihrer Arbeit über die Schultern und genießen Sie den Hauch von lebendiger Industriekultur. Abgerundet wird das Portfolio durch zahlreiche museumspädagogische Vermittlungsangebote wie "Vom Satz zum Druck", öffentlichen Vorführungen und Mitmachangebote. Erleben sie eine Zeitreise von der Wandlung des Druckhandwerks hin zur Industriekultur.

Museum für Stadtgeschichte
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
geschlossen
geschlossen
12 - 17 Uhr
12 - 17 Uhr
12 - 17 Uhr
10 - 17 Uhr
14 - 17 Uhr

Erwachsene
Schüler / Auszubildende / Studenten
Kinder bis zum Schuleintritt
Familienkarte
Erwachsene (in Gruppen ab 10 Personen)
Schüler / Auszubildende / Studenten (in Gruppen ab 10 Personen)
Jahreskarte

Schulklassen im Rahmen des Unterrichts       

6,00 €
4,00 €
frei
18,00 €
5,00 €
3,00 €
18,00 €

2,00 € p.P.

                                                 

LehrerInnen und Begleitpersonen im Rahmen des Unterrichts haben freien Eintritt.

Die Eintrittskarten gelten für beide Häuser für einen einmaligen Eintritt unabhängig vom Tag.