Sonderausstellungen

Luthers Bibeljünger
in Neustadt an der Orla

Kabinettausstellung
28. August - 31. Oktober 2022

Museum für Stadtgeschichte
Neustadt an der Orla

Öffnungszeiten
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geschlossen
geschlossen
12.00 - 17.00 Uhr
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10.00 - 17.00 Uhr
14.00 - 17.00 Uhr


Vor 500 Jahren erschien Martin Luthers „Septembertestament“ als Teil jener Übersetzung, mit der der Reformator eine gewaltige „geistige Tat“ vollbrachte. Luthers Werk war zwar nicht die erste Übersetzung ins Deutsche, aber das Septembertestament von 1522 wuchs bis 1534 zur ersten lutherischen Vollbibel. Dabei fand er eine Sprache, die die Menschen verstanden. Luther gebrauchte hierfür das Wort „dolmetschen“.

Mit der lutherischen Bibelübersetzung war für die kommenden Jahrhunderte der Grundstein dafür gelegt, dass sich nicht nur Theologen, sondern auch andere Gebildete wie Philosophen, Schriftsteller, Mediziner, Publizisten und Schullehrer mit der Bibel auseinandersetzten.

Auch in Neustadt an der Orla fanden sich Männer, die durch Wort und Tat an dieser Entwicklung Anteil hatten. Dies gilt insbesondere für den umtriebigen und wirtschaftlich erfolgreichen Verleger und Buchdrucker Johann Gottfried Wagner und seinen wichtigsten und erfolgreichsten Autor, den Theologen, Pädagogen und Schulmann Gustav Friedrich Dinter. Denn nicht nur mit katechetischen Schriften, den „Anweisungen zum Gebrauch der Bibel in Volksschulen“ oder den Erbauungsbüchern für Gebildete trafen sie den Nerv der Zeit. Auch mit der neunbändigen „Schullehrer-Bibel“ legten die beiden 300 Jahre nach Martin Luther eine zeitgemäße Interpretation der Heiligen Schrift vor und ernteten damit einen enormen Verkaufserfolg. Dabei wurden die beiden durch die in Neustadt ansässigen Pfarrer Christoph Basilius Wilhelm und Johann Friedrich Heinrich Schwabe sowie den in Ranis wirkenden Schriftsteller und Theologen Gottlob Eusebius Fischer unterstützt.

Mit jenen zahlreichen Schriften und der aktualisierten Aufbereitung der Heiligen Schrift – allein die erste Auflage der „Schullehrer-Bibel“ erreichte zirka 100.000 Bände – wurde eine „Stütze echten Luthertums“ geschaffen, so Dinter selbst. Ihm ist mit seiner „Schullehrer-Bibel“ eine beachtliche Popularisierung der Heiligen Schrift in seiner Zeit gelungen.

Die Kabinettausstellung im Museum für Stadtgeschichte führt in dieses spannende Feld der Weiterentwicklung und Nutzbarmachung der Bibel im Lauf der letzten 500 Jahre ein – vom Septembertestament über einige ältere Bibelausgaben bis hin zu Dinters „Schullehrer-Bibel“ und zu den aktualisierten Lutherbibeln heute.

Begleitend zur Ausstellung empfehlen wir Ihnen das Buch:

Dieses ist in der TouristInformation im Lutherhaus, an der Ausstellungskasse und im Buchhandel zum Preis von 28,- € erhältlich.
© Stadt Neustadt (Orla), Historische Sammlung

vergangene Sonderausstellungen im Museum für Stadtgeschichte

Rückblick 2021

Idyllen von Traugott Faber (1789-1863) in Thüringen und Sachsen "Eine malerische Reise durchs Orlatal des 19. Jahrhunderts"
Unter diesem Titel zeigte das Museum für Stadtgeschichte Werke des Dresdner Landschaftsmalers Traugott Faber.


Idyllen
von Traugott Faber (1789-1863)
in Thüringen und Sachsen
"Eine malerische Reise durchs Orlatal des 19. Jahrhunderts"

In Kooperation mit dem Museum Georg Schäfer, Schweinfurt.


27. Juni - 10. Oktober 2021


Museum für Stadtgeschichte
Neustadt an der Orla
Öffnungszeiten des Museums

Rückblick 2020

Martius - Farben. Formen. Themen
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Andreas Martius
Farben. Formen. Themen

1. September 2020 - 31. Mai 2021

Museum für Stadtgeschichte
Neustadt an der Orla