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Todesmarsch durch Neustadt

Zeitzeugen zum Thema gesucht!

Der Krieg nahte sich dem Ende. Angesichts der herannahenden US-Armee begann man am 7. April 1945 mit der Räumung des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar. Allein aus dem Stammlager auf dem Ettersberg wurden ungefähr 28.000 Häftlinge in Richtung Theresienstadt und der Konzentrationslager Dachau und Flossenbürg getrieben, teils per Bahn, viele aber auch zu Fuß. Tausende sind auf diesen Märschen verhungert, erschöpft zusammengebrochen, von SS, Volkssturm und Hitlerjugend erschlagen und erschossen worden. Ihre Leichname versenkte man in Massengräbern oder ließ sie einfach liegen. Auch durch Neustadt führte ein solcher Todesmarsch, an den ein Gedenkstein an der Ecke Friedhofstraße / Ludwig-Jahn-Straße erinnert.

Christine Schmidt erforscht in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Buchenwald die Todesmärsche der KZ-Häftlinge. Kürzlich wendete sie sich an das Stadtarchiv, weil sie auf der Suche nach Unterlagen und Zeitzeugenberichten ist, in denen die Marschstrecke durch Neustadt und die Umgebung beschrieben und die Begebenheiten geschildert werden. Frau Schmidt erhofft sich Unterstützung von den Lesern unseres Kreisboten. Gibt es in Neustadt und den Ortsteilen noch Zeitzeugen, die sich an diese letzten Kriegstage erinnern können? Oder wissen Nachfahren der Kriegsgeneration aus den Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern von jenem Todesmarsch?

Wer helfen kann wird gebeten, sich im Stadtarchiv zu melden - Telefon 036481 85160 oder per Mail stadtarchiv@neustadtanderorla.de.