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Kameraden der Neustädter Feuerwehr mit Spezialfahrzeug unterwegs nach Dörth (nahe Bonn)

Thüringen schickt Einsatzkräfte und Fahrzeuge nach Rheinland-Pfalz

© Brit Wollschläger

Die Unwetterereignisse der letzten Tage haben in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gigantische Zerstörungen an der öffentlichen Infrastruktur hinterlassen.

Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat daraufhin ein nationales Hilfeersuchen erlassen und um Katastrophenhilfe und Unterstützung bei der Wiederherstellung der Versorgungslage gebeten. Es wird befürchtet, dass in den nächsten Stunden die Trinkwasserversorgung für bis zu 22.000 Menschen ausfällt oder bereits ausgefallen ist.

Dem Hilfeersuchen kommt das Bundesland Thüringen mit einem Trinkwasser-Notsystem und zehn sogenannten Gerätewagen GW DekonP nach.

Einer dieser Gerätewagen wurde aus dem Saale Orla Kreis angefordert, welcher durch die Feuerwehr Neustadt an der Orla besetzt wird.

13:15 Uhr starteten die Kameraden Jan Müller, Maik Wiesenberg, Kevin Zillig, Michael Köcher (Feuerwache Neustadt), Holger Martin und Andreas Mann (Feuerwache Neunhofen) in Richtung Kriesengebiet. Der Thüringer Verband sammelt sich in Eisenach und fährt dann geschlossen in ein bis dato unbekanntes Zielgebiet.

Unser GW DekonP ist in der Lage bis zu 2.000 Liter Wasser in Trinkwasserqualität zu transportieren. Auf Grund seiner sehr guten Geländegängigkeit und Wattiefe, in bis zu 80 cm tiefen Wasser, eignet sich dieses Fahrzeug besonders in überschwemmten Regionen und Regionen mit zerstörter Straßeninfrastruktur. Außerdem ist das Fahrzeug in der Lage das Grundbedürfnis nach körperlicher Hygiene durch den Betrieb von bis zu 12 Notduschen zu befriedigen.

Im Moment ist noch unklar, wie lang dieser Einsatz dauert.
An einem Wechselkondingent wird bereits gearbeitet.
 
Christian Panzer
stellv. Stadtbrandmeister