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"Feindberührung" – Film und Gespräch zum Thema: Ist Versöhnung möglich?

Pressemitteilung vom 02.10.2019

Am Donnerstag, den 10. Oktober um 18.00 Uhr, erleben Besucher des Museums für Stadtgeschichte im Rahmen der Sonderausstellung "Krieg im Äther - Zum medialen Klassenkampf beider deutscher Staaten" eine Begegnung zwischen zwei Männern, deren Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wurde. Ein Spitzel der Staatssicherheit und sein Opfer stellen sich im Film "Feindberührung" der Realität. Hartmut Rosinger brachte seinen Freund Peter Wulkau mit seinem Verrat vier Jahre und sechs Monate in der DDR in Haft.

"Die DDR, vor 30 Jahren. Ein Student stellt zu viele Fragen, wird exmatrikuliert und in die Produktion geschickt. Auf der Suche nach intellektueller Beschäftigung sucht er die Evangelische Studentengemeinde (ESG) in Magdeburg auf. Dort äußert er öffentlich seine Meinung. Ein anderer junger Mann glaubt an den sozialistischen Weg und begibt sich zur ESG, um dort kritisch eingestellte Jugendliche vom Sozialismus zu überzeugen. Er wird von der Staatssicherheit angeworben und berichtet als IM 'Hans Kramer' über einen besonders aufmüpfigen jungen Mann. Das Ministerium für Staatssicherheit beordert 'Hans Kramer', sich näher mit dem 'Feind' anzufreunden. Mit fatalen Folgen. Die Akten der Staatssicherheit von damals und die emotionale Begegnung der beiden Männer heute fügen sich zu einer Geschichte von Freundschaft und Verrat, von Hoffnung und Enttäuschung, von Schuld und Vergebung. Eine Zeit wird lebendig, in der das Ministerium für Staatssicherheit sein IM-Netz in jedem Winkel der sozialistischen Gesellschaft knüpfte und menschliche Gefühle missbrauchte um die DDR zu kontrollieren." (http://www.feindberuehrungfilm.de/main/film.htm)

In einem durch Dr. Matthias Wanitschke, Referent für politische Bildung des Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, geführten Gespräch wird Hartmut Rosinger alias IM "Hans Kramer" die damaligen Beweggründe seines Handelns erklären und davon berichten, wie es nach 30 Jahren ist, einen Blick in das Leben des anderen zu werfen.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Um eine Voranmeldung in der TouristInformation oder unter 036481 85 121 wird aufgrund begrenzter Plätze gebeten.

Die Veranstaltung wird gefördert durch den Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.