Neustadt an der Orla
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Breitenhain-Strößwitz

Die beiden Dörfer liegen in der vorderen Heide, einem nördlichen kleinen Höhenzug des Orlatales. Es ist ein Buntsandsteingebiet mit Höhenlagen sind zwischen 325 und 400 m über NN. Die ehemalige Gemeindefläche umfasste 350 ha, wovon 130 ha Ackerland, 100 ha Grünland und 120 ha Wald sind.

Die Gemeinde Breitenhain bestand bis zum 30. November 2010 aus den Ortsteilen Strößwitz und Breitenhain. Seit dem 01. Dezember 2010 sind beide ehemalige Ortsteile zum neuen Ortsteil von Neustadt an der Orla Breitenhain-Strößwitz geworden. Die beiden Dörfer liegen in der vorderen Heide, einem nördlichen kleinen Höhenzug des Orlatales.

Die beiden Dörfer bilden gemeinsam mit Stanau eine Rodung in einem großen Waldgebiet.
Obwohl Entwicklung und Struktur beider Dörfer sehr ähnlich sind, haben Strößwitz und Breitenhain ihre eigene Geschichte.

Strößwitz

Strößwitz wurde 1071 erstmals erwähnt. Besiedelt wurde das Dorf wahrscheinlich eher und wurde als "Strestul", später "Streasulf", von slawischen Siedlern, die als Bauern und Waldarbeiter ihr Auskommen hatten, als Rundlingsdorf angelegt. Mehrfach wurde der Name geändert. Der Name Strößwitz kommt aus dem slawischen und bedeutet "bewachen".

Breitenhain

Breitenhain

Breitenhain wurde 1350 erstmals in einem Lehnbuch erwähnt und ist eine fränkische Siedlung, die als Straßendorf an einem kleinen Bach angelegt wurde. Da Chronisten und Geschichtsforscher bewiesen haben wollen, dass die Franken meist um 1200 in Thüringen siedelten, feierte Breitenhain 2009 sein 800 jähriges Bestehen. Der Ortsname steht für einen breiten, unbewaldeten Streifen Land (Hain).

Ab 1952 gab es einen gemeinsamen Bürgermeister. Günter Sieler stand den Gemeinden 42 Jahre vor.
Die Schule für beide Orte und teilweise Stanau bestand von 1839 bis 1969 in Breitenhain. Ab 1969 war die Schule in Tröbnitz für einige Jahre Anlaufpunkt vieler wissbegieriger Kinder und Jugendlicher, dann die Schule in Neunhofen.

Auch ein Kindergarten, der bis heute besteht, empfängt die Kinder der drei Orte.
Als größerer Ort in der Nähe war Neustadt schon immer wirtschaftlicher Bezugspunkt. Nach der politischen Wende wurde Neustadt 1994 erfüllende Gemeinde.

Landschaft, Dorfstruktur, Bevölkerung

In der hügeligen Landschaft wurde über die Jahrhunderte Landwirtschaft betrieben. Das traf für fast alle Gehöfte, die im typischen fränkischen Stil als Vier-Seit-Höfe im Fachwerkbau gebaut wurden und eine Betriebsgröße um 10 ha hatten, zu. Kleinere Betriebe hatten als Stellmacher, Schmied u. ä. einen Zuerwerb. Durch jahrhundertlange Rodung von Wald wurden die Landwirtschaftsflächen systematisch auf die heutige Größe erweitert. In den durch die Einwohner bewirtschafteten Fluren, darunter sieben Täler, gibt es fast 40 Teiche, die noch heute teilweise zur Fischzucht genutzt werden. Die typischen schmalen Täler und der durch die Buntsandsteinverwitterung zur Nässe neigende Boden machten und machen die Landwirtschaft schwierig. So wurden vor allem Roggen, Hafer, Kartoffeln und Futter für Rinder, Schweine und Kleinvieh angebaut. Erst die Entwicklung moderner Landwirtschaft brachte Spezialisierungen. Und so ist heute Raps, Roggen und Gerste auf den Feldern zu sehen.Die Bevölkerung in den beiden Orten blieb die letzten 300 Jahre stabil. Es ist verbrieft, dass Strößwitz um das Jahr 1700 über 15 Häuser und zirka 45 Einwohner verfügte und Breitenhain zur selben Zeit 22 Häuser mit etwas mehr als 100 Einwohner hatte. Diese Größe der Orte, Bevölkerungsstruktur und Anordnung der Häuser hat sich bis heute erhalten.

Die Kirche im Dorf...

In jedem der beiden Dörfer ist im Mittelalter eine Kirche gebaut worden. Die Kirche in Strößwitz besitzt ein überaus bedeutendes altes Glockengeläut und einen wertvollen Altar. Sie waren bereits für die Vorgängerkirche errichtet worden. Die Breitenhainer Kirche wurde 1746 umgebaut. Jeder Ort besitzt einen Friedhof, der an der Kirche angelegt ist.