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Knau mit Posen & Bucha

Ortsteil Knau, Foto: Jörg-Uwe Jahn

Ortsteil Knau

Knau liegt sehr idyllisch südwestlich von Neustadt am Hang des breiten Dreba-Grundes. Im Jahr 1378 wurde Knau als Klosterhof der Abtei Saalfeld erwähnt. Von hier aus wurde das große angrenzende Sumpfgebiet mit Damm- und Teichanlagen für die Karpfenzucht kultiviert. Jedoch belegen archäologische und baugeschichtliche Befunde, dass die Spuren der Besiedlung deutlich älter sind. Bereits 1074 soll der heutige Ort Knau seine urkundliche Ersterwähnung als „Cinowa“ erfahren haben und kann somit 2024 sein 950jähriges Jubiläum feiern.

Ein lebendiger Ortsteil mit langer Geschichte

Knau wurde vom Kloster Saalfeld zu einem wichtigen Wirtschafts- und Verwaltungszentrum für das Plothener Teichgebiet entwickelt und war zugleich eines der größten Güter in Thüringen. Politischen Einfluss erlangte der Ort im späten 15. Jahrhundert mit der Familie von Gräfendorf.
Hans von Gräfendorf war als Rat und Kämmerer beim Kurfürst Johann dem Beständigen angestellt und gestaltete später durch Verhandlungen mit Martin Luther und Thomas Müntzer die Umbrüche der Reformationszeit für die Region mit.

Im Jahr 1601 wurde der einstige Klosterhof durch das Geschlecht derer von Brandenstein zum Rittergut. Noch heute kann man am repräsentativen Bauwerk des ehemaligen Rittergutes die Spuren seiner langen Geschichte ablesen. Der Festsaal, der sich als einer von ursprünglich zwei Sälen in der Anlage erhalten hat, gilt als größter freitragender Renaissance-Saal nördlich der Alpen. Der spätere Umbau zu einem dreiflügeligen „Neuen Schloss“ im ausgehenden 18. Jahrhundert prägt bis heute das Erscheinungsbild dieses geschichtsträchtigen Ensembles.

Die weitläufige Parkanlage des ehemaligen Rittergutes stammt aus dem 19. Jahrhundert und birgt bis heute rätselhafte Merkmale, die man wohl nur mit der Symbolsprache der Freimaurer entschlüsseln kann. Im Jahr 1999 ging das einstige Rittergut an die Gemeinde Knau über.


Lebensqualität und Anziehungspunkt für alle Generationen

Knau bietet mit einem Kindergarten und einer Grundschule ein ideales Umfeld für Familien. Durch eine Vernetzung von Kindertagesstätte, Schule und Hort in Verknüpfung mit Angeboten von Vereinen und ansässigen Firmen wird ein verlässliches Bildungsangebot in Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Wahrung von Traditionen als Grundstein für ein soziales Miteinander gesichert.

Ein besonders attraktiver Treffpunkt für Gäste und die Ortsgemeinschaft ist der 2020 eröffnete Generationenpark. Als ein Ort der Begegnung bietet er Platz für gemeinsame Feste, kulturelle Veranstaltungen und die altersunabhängige Möglichkeit hier Freizeit zu gestalten. Darüber hinaus ermöglicht der Generationenpark ein breites Spektrum sportlicher Aktivitäten sowohl für den Sportverein, als auch zur Ergänzung der touristischen Angebote für Urlauber.

Kulturell ist das Leben in Knau vielfältig. Neben Dorffesten und Fasching, prägt der Förderkreis Rittergut Knau e.V. mit zahlreichen Veranstaltungen den Ortsteil als kulturellen Kontenpunkt der gesamte Region.

Naturfreunden bietet ein historischer Rundwanderweg rings um Knau zudem spannende Geschichten am Wegesrand. Der Rundwanderweg beginnt in der Parkanlage des Rittergutes und führt anschließend weiter über den Töpfersberg und das Kleine Mordtal, wo sich der Volksmund erzählt, dass sich in der Frühzeit an diesen Stellen Opferrituale, Kulthandlungen und so mancher Konflikt abgespielt haben. Folgt man dem Weg, trifft man auf die 1998 stillgelegte Bahnlinie der Thüringer Oberlandbahn.
Seit 2013 stehen größere Streckenabschnitte der Oberlandbahn und der Bahnhof von Knau unter Denkmalschutz und warten darauf, vielleicht eines Tages für den touristischen Wander- und Ausflugsverkehr aus dem Dornröschenschlaf geweckt zu werden.

Rittergut Knau
Foto: Ulrike Wetzlar
Landwirtschaftliche Produktion direkt vor Ort
Foto: Ulrike Wetzlar
Evangelisch Lutherische Kirche Knau
Foto: Ulrike Wetzlar
Kulturelle Highlights, z.B. Sommer Open-Air
Foto: Stadt Neustadt (Orla)
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Ortsteile Posen und Bucha

Zu Knau gehören außerdem die zwei Ortschaften Bucha und Posen. Die Ursprünge beider Orte liegen im frühen Mittelalter und sind, für den ostthüringischen Raum typisch, als Angerdorf angelegt. Zentral auf dem Dorfplatz stehen jeweils die Kirchen, welche in Bucha in der Romanik erbaut und später um 1735 barockisiert wurde. Die Kirche in Posen wurde 1871 erneuert. Im Jahr 1954 fand man bei Arbeiten zum Anlegen eines Wasserabflusses im Pfarrgarten von Posen einen Schatz mit 293 Silbermünzen. Die ältesten der Münzen stammen aus den Jahren 1471 bis 1516 und waren sogenannte Prager Groschen.

Luftbild von Posen
Foto: Stephan Umbach
Historisches Taubenhaus in Posen
Foto: Jörg-Uwe Jahn
Ortsmitte von Bucha
Foto: Stephan Umbach
Blick in die Kirche von Bucha
Foto: Stephan Umbach