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Grußbotschaft des Bürgermeisters zur aktuellen Coronasituation

Liebe Neustädterinnen und Neustädter,

es sind andere Zeiten, in denen wir uns befinden. Zeiten, die wir uns in diesem Maß nie gewünscht haben, zu erleben. Dass ein Virus eine Pandemie verursacht, die solche Folgen hat, ist für uns alle und für unser aller Leben neu. Wenngleich, so denke ich, die Einschränkungen in unserer Stadt, in unserer eher ländlich geprägten Struktur nicht ganz so belastend sind, wie in den Ballungszentren.

Dennoch hat jeder von Ihnen sicherlich eine ganz eigene Last zu tragen bzw. erfährt Veränderungen in seinem Alltag, die ungewöhnlich und schwer zu verändern sind.

Ich weiß um zahlreiche Schicksale durch die Belastung innerhalb der Familien und für Alleinerziehende, weiß um die Existenzsorgen von Angestellten und Arbeiternehmern oder aber auch von den Unsicherheiten in den Neustädte Unternehmen, Betrieben, Einzelhandels-geschäften  oder Dienstleistungsbetrieben.

Ich weiß um die Ängste der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, sich anzustecken. Nicht zu vergessen sind die psychologischen Belastungen, die uns alltäglich begleiten.
Dennoch rufe ich Sie auf, bleiben Sie gelassen, passen Sie auf sich auf und gestalten Sie Ihren Alltag im Sinne aller Regeln für Sie annehmbar. Helfen Sie einander und achten Sie auf Ihren Nächsten. Ich bin mir sicher, dass gegenseitig

Rücksichtnahme und Achtung dazu beiträgt, dass wir diese Zeiten gut überstehen können. Ich bin mir aber auch bewusst, dass die Einschränkungen unser gesellschaftliches Leben in der Stadt verändern. Zahlreiche kleinere Veranstaltungen oder mit viel Aufwand geplante Feiern zu Orts- und Vereinsjubiläen,  Konzerte und Festveranstaltungen, die den Neustädter Veranstaltungskalender in diesem Jahr bereichert hätten, müssen abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Hier denke ich zuerst an das beliebte Stadtfest „Bornquas“, die Aktivitäten um das MDR-Frühlingserwachen, die 900-Jahrfeier im Ortsteil Moderwitz oder die Gedenkveranstaltungen rund um das Endes des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren.

Das alles bedauere ich zutiefst und hoffe auf bessere Zeiten, denn schließlich sind das ehrenamtliche Engagement und die Kultur etwas, was unsere Stadt auszeichnet, das Leben hier so vielfältig und gesellig macht.

Meine lieben Neustädterinnen und Neustädter, wenn wir gemeinsam an der Lösung aller Probleme zur Eindämmung der Pandemie arbeiten, dann bin ich mir sicher, gehen wir als Stadtgesellschaft gestärkt aus dieser Krise. So sind alle Aktivitäten des ehrenamtlichen Engagements über die Maße hoch zu loben.

Alle Angebote der gegenseitigen Hilfe beispielsweise durch die Vereine der Stadt, die kreativen Angebote von Kultur und kirchlichem Leben, die Online-Angebote und vieles Mehr verdienen unseren Respekt. Zugleich danke ich aber auch den Bürgerinnen und Bürgern, die in systemrelevanten Berufen für uns alle arbeiten: die Krankenschwestern und Ärzte, die Polizisten und Lebensmittelhändler, die Erzieher und viele mehr. Ich danke aber auch unseren Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr unserer Stadt für ihre Einsatzbereitschaft in anderen Zeiten. Danke, dass Sie und Ihr Dienst tut, zum Wohle unserer Stadtgemeinde.

Bleiben Sie alle behütet, bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf.

Ihr Bürgermeister Ralf Weiße

Neustadt an der Orla im April 2020

© Stadt Neustadt an der Orla
Bürgermeister Ralf Weiße © Stadt Neustadt an der Orla

Video zum Grußwort des Bürgermeisters