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Markt 1, 07806 Neustadt an der Orla

Spatenstich für Großprojekt in der Innenstadt von Neustadt an der Orla

  • Neues aus dem Rathaus, Presse

Neugestaltung des Marktplatzes für 5,8 Millionen Euro • Pressemitteilung vom 29. Mai 2024

Neustadts Marktplatz – die gute Stube der Stadt – wird in kommenden Monaten umfangfangreich neugestaltet. Die hierfür notwendigen Vorplanungen laufen bereits seit mehr als sieben Jahren. Es wurden Ideen entwickelt, ein europaweiter Planerwettbewerb initiiert, Fördermittel eingeworben und die notwendigen Abstimmungen mit allen Teilnehmern getroffen. Im Ergebnis steht nun eine Gesamtmaßnahme der Stadt Neustadt an der Orla mit der Stadtwerke Neustadt an der Orla GmbH und dem Zweckverband Wasser und Abwasser Orla. Für die Entwürfe und anschließende Planung der Maßnahme zeichneten sich die Landschaftsarchitekten TERRA.NOVA mit Sitz in München verantwortlich, die nun auch die Gesamtmaßnahme begleiten wird.

Neustadts Bürgermeister Ralf Weiße freut sich, dass das Projekt nun startet. „Besonders die neuen Aufenthaltsqualitäten sollen den Markt prägen und seiner Funktion gerecht werden. Hierfür wird eine neue Wasserrinne und ein neuer Brunnen entstehen, mehr Grün den Markt beleben und der zentrale Platz in der Stadt generell durch eine Neugestaltung neu geordnet werden.“ so Ralf Weiße.

Am 29. Mai fand im Beisein von Bürgern, Bauherren, Planern, Architekten und Bauausführenden der erste offizielle Spatenstich statt. Die Mitglieder des „Alten Rates“, eine Abordnung des Neustädter Brunnenvereins, stellten offiziellen den alten Marktbrunnen außer Dienst. Sie verabschiedeten den Brunnen, der zeigt, welche Handwerke die Stadt einst reich machte. Mit den Worten: „Möge es gut werden!“ gaben die Herren dem frohen Anlass den Neugestaltungsprojektes einen guten Wunsch auf den Weg.
Für die Neugestaltung des Marktplatzes wurden neben den Planern und Fachplanern zwei Firmen mit der Ausführung beauftragt. Die Bauleistungen für die Straßen- und Tiefbauarbeiten übernimmt die Thomas Krüger Bauunternehmung GmbH aus Mertendorf. Sie werden die maßgeblichen Arbeiten in der Platzgestaltung vornehmen, aber auch eine Löschwasserzisterne errichten. Der Markt wird Pflasterplatten aus gelb-grauem Granitstein erhalten, die ähnlich einem „Römischen Verband“ mit versetzten Fugenstößen verlegt werden. Dadurch entsteht ein ungerichteter Flächencharakter, der sich teppichartig über den gesamten Platz erstreckt. Im Verlauf des historischen Wassergrabens, am westlichen Platzrand, ist mit der sog. „Wasserrinne“, die Wiederbelebung des ehemals linearen Gewässers vorgesehen. Die Wasserinne wird in Bezug zu den Hauseingängen mit kleinen Stegen und Brücken für Fußgänger aus Granitplatten versehen. Ein breiterer Übergang mit zirka drei Meter wird in Verlängerung der Fleischbänke angeordnet. Auf der der Westseite des Marktplatzes, etwa am historischen Standort, wird eine Brunnenanlage platziert. Mit dem Motiv „Dohlenschwarm“ erhält der Brunnen einen besonderen Bezug zur Neustädter Dohle. Künstlerisch und zugleich spielerisch wird hier gearbeitet. Der Marktplatz wird geprägt durch zwei Baumreihen, die den Marktplatz fassen. Sie sorgen für ausreichend Verschattung und ein angenehmes Stadtklima. Des Weiteren sind in einem Parkplatzbereich zehn Neuanpflanzungen von Bäumen vorgesehen. Die Bankmöbel an der Westseite des Marktplatzes, zwischen Wasserlauf und Marktbrunnen, und an der Ostseite entlang des Marktstockes und der neuen Baumreihe laden zum Sitzen und Verweilen ein. Die historische Postmeilensäule wird als zentrales Element in einer Achse zwischen neuem Brunnen und Lutherhaus angeordnet und dort neu in Szene gesetzt. Ein speziell ausgebildeter Plattenkreis mit mittigem Glockensignet aus Bronze gibt Hinweis auf den historisch bedeutsamen Glockenguss im Mittelalter. Die notwendigen Fahnenmasten werden im westlichen Vorfeld des Rathauses vorgesehen.

Für die elektrotechnischen Anlagen bei der umfangreichen Baumaßnahme zeichnet sich die Firma Elektrotechnik Rattke aus Neustadt an der Orla verantwortlich. Archäologische Grabungen begleiten die Arbeiten.

Die Gesamtmaßnahme soll voraussichtlich im Dezember 2025 abgeschlossen sein.
Hierfür investiert die Stadt Neustadt an der Orla 5,8 Mio. Euro. Der kommunale Eigenanteil liegt bei rund einer Million Euro. Die maßgeblichen Zuwendungen erhält die Stadt über Mittel der Städtebauförderung sowie über das geänderte Thüringer Kommunalabgabengesetz in Bezug auf die Straßenausbaubeiträge.

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