Ich binTouristBürger
 

Pressemeldungen

„Amerika ruft“ - Ausstellung über die Auswanderung aus Thüringen

Pressemitteilung vom 03.12.2018

"Lebe wohl Heimat, Amerika ruft. Auswanderung aus Thüringen im 19. und 20. Jahrhundert" heißt die Ausstellung, welche am 6. Dezember 2018, 18 Uhr im Museum für Stadtgeschichte in Neustadt an der Orla eröffnet wird.

Das Thema "Auswandern" ist heute noch aktuell und weit verbreitet. Mehr als sieben Millionen Deutsche waren selbst einmal "Ausländer". 146 000 Staatsbürger entscheiden sich jedes Jahr, ihre Heimat auf Dauer zu verlassen. Dieses Phänomen begann schon 1683. Damals gab es große Auswanderungswellen aus Deutschland. Das Ziel war und ist meist die USA, das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten". 1870 leben in den USA vierzig Millionen Menschen; mehr als sechs Millionen von ihnen waren Deutsche. Mangelnde Perspektiven oder der Traum vom Glück in der Ferne sind seit jeher die vornehmlichen Beweggründe von Emigranten, zu neuen Ufern aufzubrechen.

Amerika stand auch im Mittelpunkt eines dreijährigen Forschungsprojektes, das Historiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Jörg Nagler gemeinsam mit dem Lehrer Michael Neumann und seinen Schülerinnen und Schülern vom Salza-Gymnasium in Bad Langensalza durchgeführt haben. Unterstützt von Historikern wurden die Verhältnisse in den Thüringer Staaten untersucht, die Motive von Auswanderern des 19. und 20. Jahrhunderts und die Strapazen ihrer Reise. Oftmals dauerten die Überfahrten vier bis sechs Monate - ein langer und lebensgefährlicher Weg bis zur Ankunft in der "Neuen Welt". Recherchiert wurden auch bewegende Einzelschicksale.

Das Ergebnis des Projektes ist eine umfassende Wanderausstellung, die gemeinsam mit der Robert-Bosch-Stiftung Stuttgart realisiert werden konnte und bis zum 27. Januar 2019 in Neustadt an der Orla zu sehen ist.